Special Events

Die Berlinale und die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen freuen sich, anlässlich der Retrospektive einige herausragende Restaurierungsvorhaben von Filmarchiven aus dem In- und Ausland vorstellen zu können.

 

Ein erster Höhepunkt ist 2007 die Erstaufführung der wiederentdeckten Farbfassung von HAMLET (D 1920/21, Regie: Svend Gade und Heinz Schall) mit Asta Nielsen in der Titelrolle. Der Film gehörte nie zu den verschollenen Werken der Stummfilmkünstlerin, war aber nur in einer Schwarzweiß-Fassung überliefert. Die Retrospektive präsentiert die Premiere der aufwändig restaurierten Version anlässlich der 57. Berlinale am 10. Februar in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. >> mehr

 

Mit CABIRIA von Giovanni Pastrone, dem ersten weltweit erfolgreichen Monumentalfilm der Filmgeschichte, stellt die Retrospektive am 17. und 18. Februar eine weitere sensationelle Wiederentdeckung vor. Dieses frühe Meisterwerk des italienischen Kinos, das mit seinen grandiosen Sets und brillanten Farben auch heute noch fasziniert, existiert in zwei Versionen. Das Museo Nazionale del Cinema in Turin hat die ursprüngliche, stumme Fassung (Italien 1913/14) neu restauriert, vor allem aber die verschollen geglaubte Tonfassung von 1931 wiederhergestellt.

 

Das Österreichische Filmmuseum präsentiert Erich von Stroheims Film BLIND HUSBANDS in einer viragierten österreichischen Fassung von 1921/22. Unter dem Verleihtitel DIE RACHE DER BERGE (BLINDE EHEMÄNNER) mit deutschen Zwischentiteln veröffentlicht, stellt diese Restaurierung die derzeit am vollständigsten erhaltene Fassung des Films dar. Vorführung am 12. Februar.

 

Als DER TURM DES SCHWEIGENS im Januar 1925 uraufgeführt wurde, war er bereits der dritte Film, den Routinier Johannes Guter mit seinem Star Xenia Desni für die Decla-Film drehte. DER TURM DES SCHWEIGENS ist ein von der Filmgeschichtsschreibung bislang vernachlässigter Film, an dem sich die filmkünstlerisch hohen Standards seiner Zeit gut ablesen lassen. Die neu restaurierte Fassung von Johannes Guters Film, ein Projekt der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden, wird am 9. Februar vorgestellt.

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