Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen (Hg.)

Pem. Der Kritiker und Feuilletonist Paul Marcus

Band 10 der Buchreihe Film & Schrift
Konzeption und Redaktion: Rolf Aurich, Jens Brüning, Wolfgang Jacobsen
Mitarbeit: Ruth Oelze
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Edition Text + Kritik, München 2009
339 Seiten, 25 Euro
ISBN 978-3-86916-028-3

 

Paul Marcus, Jahrgang 1901, schrieb seit 1924 für Zeitungen in Berlin, wo er auch seine Jugend verbracht hatte. Ab 1929 verfasste er als ständiger Mitarbeiter der republikanisch-demokratisch orientierten Neuen Berliner Zeitung – Das 12 Uhr Blatt, die vom Scherl-Verlag herausgegeben wurde, Feuilletons, Theater- und Kabarettkritiken sowie regelmäßig Beiträge über Film. Er bevorzugte die Reportage. Sein Kürzel „Pem“ wurde zum Markenzeichen für engagierte Filmpublizistik. Im März 1933 floh er vor der Bedrohung durch die neuen Machthaber zunächst nach Prag und Wien und siedelte 1936 nach London über, wo er weiterhin über Film schrieb, unter anderem für den Hollywood Reporter. Kurzzeitig Angehöriger der britischen Armee, blieb Pem nach seiner krankheitsbedingten Entlassung dem Journalismus treu und arbeitete bis zu seinem Tod im April 1972 als freier Autor für internationale Zeitungen und Zeitschriften. Sein Lebensthema blieb der Film. In seinem inzwischen unter „Pem’s Personal Bulletin“ firmierenden Nachrichtendienst über die Entwicklungen der Film- und Bühnenwelt erschien postum ein selbst verfasster Nachruf: „Er liebte Whisky und hasste das Schreiben von Nachrufen."

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