Hanns Brodnitz

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Aufsätze, Kritiken, Glossen zu Theater, Film und Alltag

Hanns Brodnitz, Wolfgang Jacobsen (Hg.)
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Hentrich & Hentrich. Verlag für jüdische Kultur und Zeitgeschichte
239 Seiten, 19,90 Euro
ISBN 978-3-95565-019-3

 

Es war ein demokratisches Statement und eine Provokation für die Nationalsozialisten, als Hanns Brodnitz 1930 die Verfilmung von Erich Maria Remarques Roman Im Westen nichts Neues zeigte. Zu der Zeit galt er als einer der einflussreichsten Kinodirektoren Deutschlands. Begonnen hatte er als Dramaturg am Theater. Dass er sich immer wieder auch publizistisch zum Theater, zum Film und zu Fragen der Zeit äußerte, ist weitgehend vergessen. Dieses Buch stellt erstmals eine Auswahl seiner Aufsätze, Kritiken und Glossen vor. Die Texte offenbaren die erzählerische Passion von Brodnitz und sein waches Gespür für Kultur, Politik und Alltag. Veröffentlicht wurden sie zwischen 1919 und Anfang 1933 in Tageszeitungen und Kulturzeitschriften. Zu entdecken ist hier ein Kritiker und Feuilletonist aus Leidenschaft mit seinen Silhouetten aus dem Kulissenreich der Weimarer Republik. 1902 in Berlin geboren, wurde der Jude Hanns Brodnitz 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

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