Guido Altendorf, Werner Sudendorf, Wolfgang Theis (Hg.)

Friedrich Wilhelm Murnau. Die privaten Fotografien

1926–1931. Berlin, Amerika, Südsee

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, dem Filmmuseum Potsdam und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Schirmer/Mosel, München 2013
118 Seiten, 84 Fotos
Hardcover, 22,2 x 24,8 cm, 34 Euro
ISBN 978-3-82960-655-4

 

Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931) gehört zu den international bedeutendsten Regisseuren des frühen Films. Weltruhm erlangte er bereits 1922 in Berlin mit NOSFERATU, dem unangefochtenen Klassiker der Stummfilmära. Die UFA-Produktion DER LETZTE MANN (1924) mit Emil Jannings in der Hauptrolle ließ Hollywood endgültig aufhorchen. So wurde Murnau zu einem der ersten deutschen Regisseure, die lange vor der durch Hitler erzwungenen Emigration ihre Karriere erfolgreich in den USA fortsetzen konnten. Für die Fox drehte er dort unter anderem SUNRISE, der 1929, bei der ersten Oscar-Verleihung überhaupt, drei Oscars gewann.
Das Südsee-Melodram TABU, das Murnau auf eigene Kosten und unter Einsatz seines Vermögens auf Tahiti drehte, sollte sein letzter Film werden. 1931 kam er bei einem Autounfall auf der Küstenstraße von Santa Barbara ums Leben.
In Zusammenarbeit mit dem Nachlass Murnaus, der bei aller Diskretion nie ein Geheimnis aus seiner Homosexualität gemacht hat, veröffentlichen wir hier erstmals Bilder aus seinem privaten Fotoalbum. Größtenteils von ihm selbst aufgenommen zeigen sie junge Männer bei Ausflügen in die Umgebung von Berlin und später in seiner Villa in Los Angeles, atmosphärische Ansichten von New York, entspannte Urlaubssituationen an Bord einer Yacht, Kollegen wie Ernst Lubitsch oder Künstlerfreunde wie Henri Matisse, der ihn in der Südsee besuchte, schließlich Impressionen von den Filmarbeiten auf Tahiti – Einblicke in das Privatleben und die Obsessionen eines kultivierten, in visionären Bildern denkenden Augenmenschen.

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