Britta Lange

Die Entdeckung Deutschlands

Science-Fiction als Propaganda

Filit 13. Herausgegeben von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Verbrecher Verlag, Berlin 2014
103 Seiten, 14 Euro
ISBN 978-3-957320-19-3

Im Ersten Weltkrieg wurde das Deutsche Reich von drei Marsianern besucht. Das zumindest inszeniert ein heute vergessener Film aus dem Jahr 1916: DIE ENTDECKUNG DEUTSCHLANDS DURCH DIE MARSBEWOHNER. Es war nicht nur der erste offizielle Propagandafilm für das Inland und das „neutrale Ausland“. Es ist zugleich ein früher und bisher nicht kanonisierter Science- Fiction-Film: mit Nachrichtenabhörung auf dem Mars, Sprechschreiber und Weltraumflug, aber auch mit Einlagen von Märchen und Liebesfilmen. Das Buch geht dem Gewirr von Geschichten nach, die das Drehbuch des jüdischen Anwalts Richard Otto Frankfurter entfaltet. Fragmente aus den Archiven verweben sich zu einer Entdeckungsreise heute, fast einhundert Jahre später, unternommen von der Berliner Kulturwissenschaftlerin Britta Lange.

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