Rainer Rother, Judith Prokasky (Hg.)

Die Kamera als Waffe

Edition Text + Kritik, München 2010
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
326 Seiten, 27 Euro
ISBN 978-3-86916-067-2

 

In den vergangenen Jahren sind Quellenwert und Wirkung von Bildern des Nationalsozialismus immer wieder diskutiert worden. Dabei wurde bewusst, wie die Selbstdarstellung der Nationalsozialisten bis heute unsere visuelle Erinnerung an das »Dritte Reich« und den Zweiten Weltkrieg prägt. Während des Krieges waren eigens militärisch geschulte Berichterstatter in »Propagandakompanien « tätig. Ihre Fotos und Filmaufnahmen, die in Wochenschauen und Kompilationsfilmen breite Rezeption erfuhren, galten Reichsfilmintendant Fritz Hippler als wirksamste »geistige Waffe im Krieg«. Ein Symposium der Deutschen Kinemathek brachte im Herbst 2009 etablierte und jüngere Wissenschaftler zusammen, um der Forschung zu diesem Thema eine gemeinsame Plattform zu geben. Filmhistoriker, Medien- und Geschichtswissenschaftler untersuchten in ihren Beiträgen die Entstehungsbedingungen, Wirkungsstrategien und Motive dieser Bildproduktion, ihre Verbreitung und Vermarktung sowie ihre Rezeption vor und nach 1945. Ihre Vorträge zeigten, wie der scheinbare Realismus dieser Bilder gezielt ideologisch ausgerichtet und ästhetisch geformt wurde.

 

Der vorliegende Band versammelt die Beiträge folgender Autoren: Dirk Alt, Miriam Y. Arani, Heinrich Bodensieck, David Culbert, Ulrich Döge, Ralf Forster, Hans-Peter Fuhrmann, Klaus Hesse, Judith Keilbach, Klaus Kreimeier, Edgar Lersch, Valérie Pozner, Karl Prümm, Rainer Rutz, Karl Stamm, Matthias Struch, Daniel Uziel, Roel Vande Winkel, Brian Winston und Alexander Zöller.

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