Neuerscheinungen

Die Ufa - Geschichte einer Marke, Kerber Verlag
Peter Mänz, Rainer Rother, Klaudia Wick (Hg.)

Die Ufa – Geschichte einer Marke

Der Katalog zur Ausstellung „Die Ufa – Geschichte einer Marke“ der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen widmet sich den ökonomischen und ästhetischen Strategien des Medienkonzerns seit seiner Gründung im Jahr 1917. In drei Essays wird die Unternehmens- und Markengeschichte skizziert und zugleich die Entwicklung der audiovisuellen Medien in Deutschland reflektiert. Anhand einer Vielzahl von Exponaten, die von der Stummfilmzeit über das Aufkommen des Fernsehens bis hin zu aktuellen Innovationen der heutigen UFA reichen, lassen sich die Reaktionen des Unternehmens auf gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie die Marktmechanismen der jeweiligen Epoche nachvollziehen.

Texte von Rolf Aurich, Karin Herbst-Meßlinger, Peter Mänz, Rainer Rother, Annika Schaefer, Jörg Schöning, Vera Thomas, Nils Warnecke, Maximilian Weinberg, Klaudia Wick

Buchcover: Hans Traub, Wörterbuch des Films
Hans Traub

Wörterbuch des Films

Herausgegeben von Rainer Rother und Rolf Aurich für die Deutsche Kinemathek
Neofelis Verlag, Berlin 2017
Hardcover, 245 Seiten mit sieben Abbildungen, 36 Euro
ISBN 978-3-95808-035-5

Der Film war zu Beginn der 1940er-Jahre noch zu jung, um bereits über ein größeres Schrifttum zu seiner Geschichte und den vielfältigen gesellschaftlichen, technischen oder ökonomischen Ausprägungen zu verfügen. An ein „Wörterbuch des Films“ machte sich während des Zweiten Weltkriegs indes der Zeitungs- und Filmwissenschaftler Hans Traub. Seit 1936 leitete er die Ufa-Lehrschau auf dem Ateliergelände in Babelsberg, im Folgejahr wurde ihm die universitäre Lehrbefugnis entzogen, er galt den Nationalsozialisten als „Mischling zweiten Grades“. Mit seinem „Wörterbuch“ verfolgte Traub ein ehrgeiziges Projekt, doch Bombenkrieg und sein früher Tod 1943 verhinderten die Veröffentlichung. Als Fragment ist das Werk in den Sammlungen der Deutschen Kinemathek überliefert und erlaubt es, den Stand der damaligen deutschen Filmwissenschaft, aber auch ihre Beeinflussung durch nationalsozialistische Ideologie genauer einzuschätzen.

Der kundige Text schlägt einen Bogen von den Stichworten „Abbau“ bis „Wochenschau“ und liefert zahlreiche heute vergessene Informationen etwa zu Film- und Kinotechnik, zu Personen, Bestimmungen oder Normen, angereichert durch umfassende Literaturangaben. Auch vor Anekdotischem scheut Traub nicht zurück, wenn er den Begriff der „Ateliermutter“ erläutert als „Anstandsdame“ in amerikanischen Filmateliers. Das Vorwort schrieb der Ufa-Regisseur Karl Ritter, langjähriges Parteimitglied der NSDAP.

Wo notwendig, wurde Traubs Arbeit korrigiert, kommentiert und kontextualisiert. Fehlende Stichworte wurden so weit wie möglich rekonstruiert. Begleitende Essays von Ulrich Döge und Rainer Rother gehen dem Schicksal des jahrzehntelang verschollenen Materials nach und bewerten die Leistungen Traubs, der inzwischen eine Wiederentdeckung erfährt.

Buchcover Linientreu und populär. Das Ufa-Imperium 1933-1945
Rainer Rother, Vera Thomas (Hg.)

Linientreu und populär. Das Ufa-Imperium 1933–1945

Bertz + Fischer, Berlin 2017
224 Seiten, 48 Abbildungen, 17,90 Euro
Paperback, 14,8 x 21 cm
Artikelnummer 978-3-86505-255-1

Ufa – mit den drei Buchstaben verbindet sich eine nunmehr hundertjährige Film- und Fernsehgeschichte. Dieses Buch widmet sich ihrem umstrittensten Kapitel: In der Zeit des Nationalsozialismus gingen bei dem expandierenden Konzern populäre Formen des Erzählens und politische Selbstunterwerfung Hand in Hand. Die Filmstadt Babelsberg mit ihrer Architekturgeschichte, der Ufa-Lehrschau und der Deutschen Filmakademie steht ebenso im Fokus der Untersuchungen wie die in den Studios beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter. Wie sahen die Verbindungen der Ufa ins Ausland aus, und was waren die Vorlieben des Kinopublikums? Welche Männer- und Frauenbilder wurden in den Ufa-Produktionen entworfen, welche (unerfüllten) Sehnsüchte der Deutschen spiegelten sich in diesen Filmen? Ein Epilog widmet sich der bislang wenig beachteten Entflechtung und Neuausrichtung des Konzerns nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mit Beiträgen von Rolf Aurich, Friedemann Beyer, Joseph Garncarz, Christophe Gauthier, Tobias Hochscherf, Kay Hoffmann, Brigitte Jacob, Elissa Mailänder, Almuth Püschel, Rainer Rother, Wolfgang Schäche, Annika Schaefer, Jörg Schöning, Roel Vande Winkel und Jens Westemeier.

 

Buchcover, Wolfgang Jacobsen: Erich Pommer
Wolfgang Jacobsen

Erich Pommer

Filmproduzent zwischen Kunst, Industrie und Unterhaltung

Jüdische Miniaturen, Band 208. Herausgegeben von Hermann Simon
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Hentrich & Hentrich, Berlin 2017
Broschur, 82 Seiten mit 11 Abbildungen, 8,90 Euro
ISBN 978-3-95565-217-3

„Das Beste ist gerade gut genug für das Publikum“, schärfte Erich Pommer seinen Mitarbeitern gerne ein. Er produzierte 1920 den expressionistischen Film DAS CABINET DES DR. CALIGARI. Fest verbunden ist sein Name mit der Ufa, mit Klassikern von F. W. Murnau und Fritz Lang ebenso wie mit frühen Tonfilmen wie DER BLAUE ENGEL und DER KONGRESS TANZT. Er war ein Freund der Schauspieler, förderte Marlene Dietrich, Lilian Harvey, Maureen O'Hara und Hildegard Knef. Emil Jannings, Willy Fritsch, Hans Albers und Charles Laughton betraute er mit großen Rollen. 1889 in Hildesheim geboren, emigrierte er 1933 nach Frankreich, England und schließlich in die USA. Im Nachkriegsdeutschland engagierte er sich für den Wiederaufbau der Filmindustrie, 1966 starb er in Los Angeles.

Pommer besaß ein unvergleichliches Gespür für Stoffe und Talente, agierte als Geschäftsmann und war doch auch Künstler. Seine Leistungen als Produzent sind singulär in der deutschen Filmgeschichte. Seine Biografie ist zudem Zeugnis der tragischen Odyssee eines deutschen Juden im rechtsnationalen Sog der Medienpolitik – etwa der Hugenberg'schen Ufa bis 1933.  Für diese Jüdische Miniatur wurde erstmals die umfangreiche Korrespondenz Pommers von 1906 bis in die frühen 1950er-Jahre ausgewertet. Außerdem konnten bislang nicht erschlossene Akten der Ufa aus dem Historischen Archiv der Deutschen Bank herangezogen werden. Zwei Quellen, die es ermöglichten, der Darstellung von Leben und Werk Erich Pommers neue und wesentliche Facetten hinzuzufügen.

 

Gefördert von der UFA GmbH – „Ufa 100 Years“

Cober: Jörg Becker, Spiegelungen
Jörg Becker

Spiegelungen

Variationen einer Metapher

Filit 16. Herausgegeben von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Verbrecher Verlag, Berlin 2017
Broschur, 216 Seiten mit Abbildungen, 16 Euro
ISBN 978-3-95732-261-6

 

Spiegel in Filmeinstellungen verrücken die Wirklichkeit, können sie doppeln und in Frage stellen. Filmbilder mit Spiegeln und über Spiegel werden komplex. Ihnen wird eine Dimension hinzugefügt. Beispielhaft werden in diesem Band der Reihe „Filit“ Variationen von Spiegeleinstellungen vorgestellt – unter anderem aus Filmen von Luchino Visconti (OSSESSIONE), Ingmar Bergman (SOMMARLEK) und F. W. Murnau (DER LETZTE MANN), Wolfgang Staudte (DIE MÖRDER SIND UNTER UNS), Fritz Lang (THE WOMAN IN THE WINDOW) und Sam Fuller (THE NAKED KISS), Martin Scorsese (TAXI DRIVER) , Douglas Sirk (ALL THAT HEAVEN ALLOWS), Max Ophüls (MADAME DE …) und Peter Lorre (DER VERLORENE).

Als filmischer Ausdruck gehören Spiegeleinstellungen zur dramaturgischen Basis einer Inszenierung. Sie fungieren als Bildmetapher, bleiben jedoch nicht eindeutig zu entschlüsseln. Sie öffnen einen Fantasieraum. Jörg Beckers Tiefenbeobachtungen sind Teil einer beschreibenden Sammlung filmischer Ausdrücke, die als variable Konstruktion stets work in progress bleibt. Filmgeschichte wird hier auf eigenen Wegen durchquert.

Cover zu Wilfried Berghahn. Filmkritiker, Film & Schrift, Bd. 20
Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen (Hg.)

Wilfried Berghahn

Filmkritiker

Film & Schrift, Band 20
Konzeption und Redaktion: Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen, Michael Wedel
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Edition Text + Kritik, München 2017
321 Seiten, 28 Euro
ISBN 978-3-86916-487-8

 

Dieser Band der Reihe Film & Schrift beschäftigt sich mit Wilfried Berghahn (1930–1964), der zum Zeitpunkt seines frühen Todes als das intellektuelle Gravitationszentrum der fortschrittlichen deutschsprachigen Filmpublizistik galt. „Einer der Besten ...“ Mit diesen Worten war eine Sammlung von Auszügen aus Nachrufen auf Wilfried Berghahn überschrieben, die im November 1964 in der Zeitschrift Filmkritik erschien. Der promovierte Literaturwissenschaftler und anerkannte Musil-Spezialist leitete zu dieser Zeit als Chefredakteur gemeinsam mit Enno Patalas dieses Periodikum, damals das wichtigste Forum einer jungen und stark politisch geprägten Cinephilie in Deutschland. Dort erschienen auch die meisten seiner Texte über Film, andere wurden in Kulturzeitschriften wie den Frankfurter Heften oder dem Merkur veröffentlicht. Kollegen verglichen die Qualität seines filmpublizistischen Wirkens mit der des ebenfalls früh verstorbenen André Bazin in Frankreich. Im Gegensatz zu dessen breit rezipierten Schriften bleiben Berghahns Essays, Kritiken und Porträts in der vorliegenden Edition noch zu entdecken. Michael Wedel widmet sich in einem ausführlichen Essay dem Werk und der Biografie Berghahns. Er offeriert dabei eine dichte Beschreibung des zeitgenössischen intellektuellen Umfelds, das von den frühen bundesdeutschen Filmclubs über Berghahns Freundschaften mit Jürgen Habermas und Dieter Wellershoff bis zu seinen Leistungen als Pionier der Filmberichterstattung im Fernsehen reicht. Auf über 260 Seiten wird eine breite Auswahl seiner Texte dokumentiert.

Buchcover Future Worlds
Kristina Jaspers / Nils Warnecke / Gerlinde Waz / Rüdiger Zill (Hg.)

Future Worlds. Science • Fiction • Film

Bertz + Fischer, Berlin 2017
144 Seiten, 41 Fotos, farbig
Paperback, 14,8 x 21 cm, 16,90 Euro
ISBN 978-3-86505-250-6

Das Bild, das wir uns von der Zukunft machen, ist fest in unserer Gegenwart verankert. Die Entwürfe spiegeln unsere Erwartungen und Zweifel, Hoffnungen und Ängste. Dabei geht es nicht nur um technische und wissenschaftliche Entwicklungen, sondern auch darum, wie der Mensch von morgen und die Gesellschaft der Zukunft aussehen werden. Was werden wir wissen? Wie wollen wir leben? Was wird der Mensch sein?
Die Autorinnen und Autoren erörtern, welche Vorstellungen und Szenarien der Science-Fiction-Film zu diesen Fragen entwickelt hat. Klassiker wie die STAR TREK-Reihe und aktuelle Produktionen wie INTERSTELLAR werden dabei ebenso untersucht wie Wanderbewegungen des Genres in Videospiele, Themenparks und ins Bildungsfernsehen.
Das Buch beleuchtet gegenwärtige Tendenzen des Weltkinos wie den Afrofuturismus oder die neue Welle der chinesischen Science-Fiction, und es hält Rückschau auf Spielarten der Science-Fiction während des Kalten Krieges. Zudem beschreibt der Regisseur der schwedischen Erfolgsserie REAL HUMANS, was wir über uns lernen können, wenn Menschen Roboter spielen.
Mit Beiträgen von Christine Cornea, Josef Früchtl, Harald Hamrell, Andreas Rauscher, Matthias Schwartz, Mingwei Song, Simon Spiegel, Klaudia Wick und Ytasha L. Womack.

Cover "Future Imperfect", Pentagram Design, Berlin
Rainer Rother / Annika Schaefer (Hg.)

Future Imperfect. Science • Fiction • Film

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Bertz + Fischer, Berlin 2017
In englischer Sprache
132 Seiten, 95 Fotos, farbig
Hardcover, 21,5 x 22,5 cm, 19,90 Euro
978-3-86505-249-0

Der Science-Fiction-Film ist eines der bildgewaltigsten und beliebtesten Genres der Filmgeschichte. Die Inszenierungen von technischen Visionen, spektakulären Zukunftswelten und extraterrestrischen Begegnungen verhandeln Fragen menschlicher Identität, gesellschaftliche Visionen und kollektive Ängste. Dieses Zusammenspiel begründet den Reiz des Genres und verleiht den Filmen ihre zeitgenössische Brisanz.

Der Band zur Retrospektive der Internationalen Filmfestspiele Berlin präsentiert Essays von internationalen AutorInnen, die das Science-Fiction-Genre über die US-amerikanische Kinematografie hinaus ergründen. Ausgehend von der langen US-Tradition und den Besonderheiten des Genres, widmet sich die reich bebilderte Publikation zudem der Blütezeit des osteuropäischen SF-Films sowie der Science-Fiction innerhalb der deutschen Filmgeschichte und des westeuropäischen Autorenfilms.

Mit Beiträgen von Mark Bould, Tobias Haupts, Aidan Power, Matthias Schwartz und Sherryl Vint.

Buchcover zu Peter Beauvais: Vielfalt als Konzept
Wolfgang Jacobsen, Nicky Rittmeyer (Hg.)

Peter Beauvais. Vielfalt als Konzept

Band 1 der Schriftenreihe „Fernsehen. Geschichte. Ästhetik“, herausgegeben von der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und der Akademie der Künste, Berlin
Edition Text + Kritik, München 2016
216 Seiten, 32 Euro
ISBN 978-3-86916-519-6

2016 jährt sich der 100. Geburtstag ebenso wie der 30. Todestag des 1916 im Fichtelgebirge geborenen und 1986 in Baden-Baden verstorbenen Peter Beauvais. Das erste Buch über ihn versteht sich als gleichermaßen würdigende wie kritische Hommage. Nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt, entwickelte Beauvais sich zu einem Meister der rhetorischen und optischen Nuancierungen: Seine Fernsehfilme überbordend an Bilderfindungen im Detail, seine Theater- und Operninszenierungen feinstens austariert zwischen Texttreue und notwendiger Interpretation – stets dämpfen oder betonen die Einfälle der Regie zugewandt die Kunst der Schauspieler. Besonders deutlich wird dies in den Meisterwerken DOROTHEA MERZ (1976) nach Tankred Dorst und DEUTSCHSTUNDE (1971), fotografiert von Jost Vacano. Das Œuvre dieses Regisseurs ersten Ranges fußt in der Wahl der Themen und Sujets wie in den Formen der künstlerischen Einrichtung auf einer Konzeption radikaler Vielfalt.

Buchcover "Things to Come"
Kristina Jaspers, Nils Warnecke, Gerlinde Waz (Hg.):

Things to Come. Science · Fiction · Film

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin 2016
176 Seiten, 225 Abbildungen
Hardcover, 25 x 29 cm, 40 Euro
ISBN 978-3-7356-0217-6

 

Der Katalog begleitet die gleichnamige Ausstellung der Deutschen Kinemathek. Entlang der Erfahrung der „unendlichen Weiten“ des Weltalls, der Entwürfe von einer möglichen Gesellschaft der Zukunft und der Konfrontation mit dem Fremden bzw. Außerirdischen ergründet die Ausstellung die Popularität des Filmgenres Science-Fiction im Verhältnis zu seiner gesellschaftlichen Relevanz. Im Vergleich mit den filmischen Utopien und Dystopien offenbart sich, wie sehr unsere Zukunftsvisionen der jeweiligen Gegenwart entspringen.

Der Band ist mit vielen, teils unveröffentlichten Abbildungen der Exponate sowie mit exklusiven Werk- und Szenenfotos aus Film und Fernsehen reich illustriert. Anschauliche Beiträge sowie zahlreiche Interviews mit renommierten Experten komplettieren die Publikation und schaffen einen ebenso unterhaltsamen wie reflexiven Zugang zum Genre der Science-Fiction.

Mit Texten von Marcus Becker, Beatrice Behn, Marc Bonner, Rolf Giesen, Kristina Jaspers, Tim Lindemann, Georg Simbeni, Vera Thomas, Nils Warnecke und Gerlinde Waz, und Interviews mit Jacques Arnould, Monika Bauert, Manfred Hild, Lars Lundström, Arthur Max, Ulrich Walter und Christopher Welch.

Cover zu Kalanag. Die kontrollierten Illusionen des Helmut Schreiber
Rolf Aurich

Kalanag. Die kontrollierten Illusionen des Helmut Schreiber

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek
Verbrecher Verlag, Berlin 2016
Broschur, 184 Seiten mit Abbildungen, 14 Euro
ISBN 9783957321527

Magie war Helmut Schreiber (1903–1963) wie eine zweite Haut. Auftritte als Zauberer vor Hitler waren Höhepunkte seiner Karriere. Früh schon hatte er sich auch der Filmproduktion verschrieben – mit dem Schwerpunkt Sensation und Exotik. Er kam in Kontakt mit jüdischen Filmleuten. Sein Freund, der Filmarchitekt Max Heilbronner, floh 1933 aus Deutschland, die gemeinsame Produktionsfirma gehörte nun Schreiber. Einer seiner Filme war 1939 das antisemitische Musical ROBERT UND BERTRAM (Regie: Hans Deppe). In den 1940er-Jahren wirkte er als Produktionschef der Münchner Bavaria. Sein Entnazifizierungsverfahren blieb Torso, nun gelang ihm ein sagenhafter Aufstieg als Zauberer „Kalanag“. Unter Nutzung bislang unbekannten Archivmaterials nähert sich dieser Band der Filmzeit Schreibers mit der Methode der ausschnitthaften Vergrößerung.

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