Aktuell im Verleih

Musikfilme der DEFA – Herbst-Special 2018 

Seit ihrer Gründung zeigte die DEFA schnell ein reges Interesse an der filmischen Umsetzung musikalischer Bühnenwerke. In den 1940er-Jahren entstanden zunächst Opern-Adaptionen, die bald ergänzt wurden durch Verfilmungen von Operetten. Ab den späten 1950er-Jahren entwickelte die DEFA zudem eigene Stoffe und stellte mehrere heitere und farbenfrohe Musik- und Revuefilme her. In diesem Herbst präsentiert der DEFA-Filmverleih ein Verleihpaket mit drei dieser Musikfilme.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Der Kurzfilmtag 2018

STADT.LAND.FLUSS lautet in diesem Jahr das Thema des Kurzfilmtages, der am 21. Dezember bundesweit gefeiert wird. Aus den Archivbeständen der Deutschen Kinemathek haben wir das Kurzfilmprogramm „Neben der Stadt" zusammengestellt und rücken dabei das Leben auf dem Land in den Fokus. Darüber hinaus präsentieren wir auch in diesem Jahr ein farbenfrohes Kurzfilmprogramm "Märchen und Geschichten auf dem Lande" mit vier DEFA-Animationsfilmen für Kinder und (junggebliebene) Erwachsene.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Diana Kluge, dispositin@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-32

 


Hundert Jahre Novemberrevolution

Mit dem Ende des Kaiserreiches und der (doppelten) Ausrufung der Republik stellt der 9. November 1918 ein Kerndatum der jüngeren deutschen Geschichte dar. Die politischen Umwälzungen in Deutschland, die jener November mit sich brachte, sowie die Ereignisse der darauffolgenden Monate, insbesondere die Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs im Januar 1919, erfuhren im DEFA-Filmschaffen eine mannigfaltige filmische Gestaltung.

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution präsentiert der DEFA-Filmverleih ein Verleihangebot, das einen Kinderfilm, vier Spielfilme sowie ein Kurzfilmprogramm umfasst. Die Filmreihe enthält neben bekannten Werken wie Kurt Maetzigs und Günter Reischs Epos DAS LIED DER MATROSEN auch Raritäten, wie die Anna-Seghers-Adaptation DIE TOTEN BLEIBEN JUNG von Joachim Kunert, worin ein großer historischer Bogen von den Geschehnissen im Herbst 1918 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gespannt wird.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Weitere Filme von Regisseurinnen neu und digital im Verleih: Claudia von Alemanns REISE NACH LYON (BRD 1981) und BRIGITTA von Dagmar Knöpfel (D 1994)

In Claudia von Alemanns Film DIE REISE NACH LYON begibt sich eine junge Historikerin auf die Spuren der französischen Sozialistin und Feministin Flora Tristan und versucht, ihr Leben akustisch über aufgenommene Töne und Geräusche zu rekonstruieren – ein Echo der Geschichte, das zum Spiegel der eigenen Gegenwart wird. BRIGITTA von Dagmar Knöpfel ist die in betörenden Schwarz-Weiß-Bildern gedrehte Verfilmung einer Adalbert-Stifter-Novelle, in deren Mittelpunkt die Geschichte einer ungarischen Gutsbesitzerin steht. Die weite Landschaft der ungarischen Puszta, die Gesichter der Einheimischen und die ruhige Atmosphäre fangen die literarische Vorlage stimmig ein. Beide Filme sind  als DCP entleihbar.

 


E. A. Duponts DAS ALTE GESETZ (D 1923) digital restauriert

Nach der glänzenden Premiere der Restaurierung von DAS ALTE GESETZ (D 1923, Regie: E. A. Dupont) im Rahmen der diesjährigen „Berlinale Classics“ steht dieses beeindruckende Dokument jüdischen Filmschaffens in Deutschland nun für Kinovorführungen zur Verfügung.

Galizien, Mitte des 19. Jahrhunderts: Baruch, Sohn eines orthodoxen Rabbiners, will Schauspieler werden. Gegen den Willen seines Vaters verlässt er das Schtetl, in dem er aufgewachsen ist, und schließt sich einem Wandertheater an. Die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia findet Gefallen an dem jungen Mann und verschafft ihm aus heimlicher Liebe ein Engagement am Wiener Burgtheater. Dort steigt Baruch zum umjubelten Bühnenstar auf. Sein Vater jedoch verweigert ihm die Anerkennung. Erst als der alte Rabbiner seinen Sohn im Don Carlos erlebt, ändert er seine Meinung. Der von Ernst Deutsch dargestellte „Romeo mit Schläfenlocken" gewinnt das Herz der Herzogin (Henny Porten). Damit eröffnet sich ihm der Weg in die Assimilation.

Mit seiner komplexen Darstellung von Orthodoxie und Emanzipation ist E. A. Duponts Historienfilm ein – heute wieder aktuelles –  Lehrstück über Toleranz und kulturelle Offenheit. Die digitale Restaurierung ist auf DCP mit zwei alternativen Musikeinspielungen versehen: einer von Philippe Schoeller komponierten Kammermusik und einer Klavierbegleitung von Donald Sosin.

Weitere Filme von Ewald André Dupont sind – auf 35mm – im Verleih der Deutschen Kinemathek verfügbar und können zu einer Werkschau kombiniert werden.

 


 

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