Aktuell im Verleih

DEFA-Filmschätze neu entdeckt: WENGLER & SÖHNE – EINE LEGENDE

Mit WENGLER & SÖHNE – EINE LEGENDE (DDR 1987) von Rainer Simon präsentieren wir im September ein opulentes Zeitbild aus der Epoche zwischen Deutsch-Französischem Krieg 1871 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945; der Film erzählt von individuellen Schicksalen dreier Generationen der (fiktiven) Familie Wengler in der thüringischen Provinz.

Entstanden zwischen DIE FRAU UND DER FREMDE, Gewinner des Goldenen Bären 1985, und der Aufführung des 1981 verbotenen JADUP UND BOEL im Jahre 1988, stellt das gewaltige Geschichtsepos WENGLER & SÖHNE – EINE LEGENDE Simons unbekanntesten Film der 1980er-Jahre dar. Das Werk besticht durch die Kameraarbeit von Simons langjährigem Kameramann Roland Dressel sowie die Ausstattung von Alfred Hirschmeier, die das jeweilige Zeitkolorit auf faszinierende Weise einfängt.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


100 Jahre Oktoberrevolution

Zehn Tage, die die Welt erschütterten nannte der amerikanische Journalist John Reed seinen autobiografischen Roman, in dem er seine Erlebnisse an der Seite führender Revolutionäre während der Oktoberrevolution im Jahr 1917 schilderte. Ein epochales Ereignis, das nicht nur die Welt tiefgreifend und dauerhaft verändern sollte, sondern das in der Folge auch in vielgestaltiger Form filmischen Ausdruck fand.

Anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution präsentiert der DEFA-Filmverleih ein aus sechs sowjetischen Filmen der 1950er- bis 1980er-Jahre bestehendes Verleihangebot. Ausgewählt wurden Werke, in denen die welterschütternden Geschehnisse des Oktobers 1917 jedoch nicht das offensichtliche Zentrum bilden, sondern als weiterreichender Bezugsrahmen dienen. Die Filmreihe „100 Jahre Oktoberrevolution“ möchte demnach keine Lieder über Lenin singen, sondern ein vielfarbiges Kaleidoskop an Filmen bieten, in denen auf herausragende Weise von individuellen Schicksalen vor dem Hintergrund der Oktoberrevolution erzählt wird.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Dokumentarfilme von Andres Veiel

Der 1959 geborene Regisseur Andres Veiel hat sich vor allem durch Dokumentarfilme einen Namen gemacht, die sich mit politischen und gesellschaftlichen „Traumata“ befassen: In BALAGAN (D/F 1993) geht es um das Verhältnis von Israelis und Palästinensern und deren Bezug zum Holocaust, in BLACK BOX BRD (D 2001) um die Auseinandersetzung mit der RAF in Deutschland, und in DER KICK (D 2006) um den Gewaltexzess rechtsgerichteter Jugendlicher in der perspektivlosen Einöde Brandenburgs. Andres Veiel wählt für seine Filme stets ungewöhnliche Erzählperspektiven; er setzt nicht auf Belehrung, sondern auf Empathie. Seine Arbeiten sind geprägt von seinem Wunsch, Hass, Barbarei und Mord zu verstehen und Worte zur Überwindung der Sprachlosigkeit zu finden. Das Theater und die deutsche Geschichte sind thematische Konstanten, die bereits in Veiels erstem Langfilm WINTERNACHTSTRAUM (D 1991) angelegt sind. Im Zentrum von DIE ÜBERLEBENDEN (D 1996) und DIE SPIELWÜTIGEN (D 2004) stehen auf den ersten Blick die Motive, aus denen heraus die Protagonisten handeln. Beide Filme sind aber auch Zeugnisse der Wünsche und Ängste junger Menschen in Deutschland und reflektieren die Stimmung im Land.

Anlässlich des Kinostarts von Andres Veiels neuem Film BEUYS (D 2017) bietet der Verleih der Deutschen Kinemathek ein Paket mit diesen sechs Dokumentarfilmen an, die ab Mai auch als DCP verfügbar sind.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Werkschau
Thomas Mauch, Kameramann und Filmemacher. Filme von 1963–2014

Thomas Mauchs Kameraarbeit hat den Neuen Deutschen Film stark geprägt und zu dessen Erfolg wesentlich beigetragen. In den letzten fünfzig Jahren arbeitete er mit Regisseuren wie Werner Herzog, Werner Schroeter, Alexander Kluge und Edgar Reitz zusammen. Nicht zuletzt führte er auch die Kamera für Filmemacherinnen einer Generation, die in den 1970er- und 1980er-Jahren eine neuartige und ganz eigene Perspektive auf das Leben filmisch umsetzten, darunter Helma Sanders-Brahms und Ula Stöckl. Viele Filme, die Mauch als Kameramann gestaltete, gewannen internationale Preise; er selbst erhielt Bundesfilmpreise für seine Arbeit an AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (BRD 1972), NEAPOLITANISCHE GESCHWISTER (BRD/I 1978) und WALLERS LETZTER GANG (BRD 1988).

Aus Anlass von Thomas Mauchs 80. Geburtstag am 4. April 2017 zeigt die Deutsche Kinemathek vom 2. bis zum 8. Februar 2017 einen Ausschnitt aus seinem breiten Œuvre im Kino Arsenal. Die Werkschau kann im Anschluss von interessierten Kinos ausgeliehen werden. Weitere Filme, an denen Thomas Mauch als Kameramann beteiligt war, sind im Filmverleih der Deutschen Kinemathek verfügbar und können für ein individuelles Kinoprogramm ebenfalls gebucht werden.

Für Programmberatung, Informationen zu Filmformaten und Leihkonditionen kontaktieren Sie bitte filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Glaubenskrieg und Zeitenwende: 500 Jahre Reformation

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg – ein Ereignis, das tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich zog. Der DEFA-Filmverleih präsentiert aus diesem Anlass eine Filmreihe mit drei Kurzfilmprogrammen und drei Spielfilmen, die zwischen 1956 und 1988 von der DEFA produziert wurden.

Das Wirken Luthers und der Glaubenskrieg bilden in diesen Filmen thematisch nur einen Teilaspekt; als bedeutsamer erweisen sich die Analyse und Verortung gesamtgesellschaftlicher Umbrüche. So rücken viele der Filme das revolutionäre Element in den Vordergrund und beleuchten zum Beispiel die frühbürgerliche Revolution, die Bauernbefreiung sowie den Deutschen Bauernkrieg von 1525. In diesem Zusammenhang wurde Thomas Müntzer zur zentralen Figur der Zeitenwende zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ist die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in Epochen sozialer Umwälzung ein wiederkehrendes Sujet von Filmen der DEFA-Produktion rund um den Themenkreis Reformation.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

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