Aktuell im Verleih

Lutz Dammbeck Werkschau 2018

Collage als filmische Methode – diese Arbeitsweise zieht sich durch das Werk des Künstlers und Filmemachers Lutz Dammbeck. In der DDR entstanden erste Animations- und Experimentalfilme, in denen verschiedene Bildelemente miteinander kombiniert werden. Die später im Westen und schließlich nach der Wende produzierten Dokumentarfilme sind Collagen aus Theorien und Gedanken, die sich aus Interviews, Archivmaterial und filmischer Beobachtung zusammensetzen. Wissenschaft, Kunst, Technologie und Revolte sind die wiederkehrenden Themen, die Lutz Dammbeck in seinen Filmen assoziativ entwickelt. Nun sind seine Filme digital restauriert und als DCP verfügbar. Begleitend ist eine Broschüre erschienen.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Anke Hahn, filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-31


VERLIEBT UND VORBESTRAFT

Im November präsentieren wir mit VERLIEBT UND VORBESTRAFT (DDR 1963) den Debütfilm von Erwin Stranka als Filmschatz des Monats. Stranka studierte von 1953 bis 1959 als einer der ersten DEFA-Regisseure an der FAMU in Prag; eine Ausbildung, die deutliche Spuren in seinem komödiantischen Filmerstling VERLIEBT UND VORBESTRAFT hinterließ.

Strankas Debütfilm teilt Gemeinsamkeiten mit Werken der tschechischen neuen Welle der 1960er-Jahre und fällt zugleich in eine Zeit, in der die DEFA auf unterschiedliche Weise Experimente mit der Filmsprache wagte. Vor allem Erich Guskos mobile Kamera und die frische Schauspielerführung unterscheiden sich von anderen Werken, die Arbeitswelten thematisieren. Dadurch erregte VERLIEBT UND VORBESTRAFT das Misstrauen der Staatsoberen: Der Film wurde umgeschnitten, eine zweite Regiearbeit konnte der Regisseur erst 1971 absolvieren.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Musikfilme der DEFA – Herbst-Special 2018 

Seit ihrer Gründung zeigte die DEFA schnell ein reges Interesse an der filmischen Umsetzung musikalischer Bühnenwerke. In den 1940er-Jahren entstanden zunächst Opern-Adaptionen, die bald ergänzt wurden durch Verfilmungen von Operetten. Ab den späten 1950er-Jahren entwickelte die DEFA zudem eigene Stoffe und stellte mehrere heitere und farbenfrohe Musik- und Revuefilme her. In diesem Herbst präsentiert der DEFA-Filmverleih ein Verleihpaket mit drei dieser Musikfilme.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


E. A. Duponts DAS ALTE GESETZ (D 1923) digital restauriert

Nach der glänzenden Premiere der Restaurierung von DAS ALTE GESETZ (D 1923, Regie: E. A. Dupont) im Rahmen der diesjährigen „Berlinale Classics“ steht dieses beeindruckende Dokument jüdischen Filmschaffens in Deutschland nun für Kinovorführungen zur Verfügung.

Galizien, Mitte des 19. Jahrhunderts: Baruch, Sohn eines orthodoxen Rabbiners, will Schauspieler werden. Gegen den Willen seines Vaters verlässt er das Schtetl, in dem er aufgewachsen ist, und schließt sich einem Wandertheater an. Die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia findet Gefallen an dem jungen Mann und verschafft ihm aus heimlicher Liebe ein Engagement am Wiener Burgtheater. Dort steigt Baruch zum umjubelten Bühnenstar auf. Sein Vater jedoch verweigert ihm die Anerkennung. Erst als der alte Rabbiner seinen Sohn im Don Carlos erlebt, ändert er seine Meinung. Der von Ernst Deutsch dargestellte „Romeo mit Schläfenlocken" gewinnt das Herz der Herzogin (Henny Porten). Damit eröffnet sich ihm der Weg in die Assimilation.

Mit seiner komplexen Darstellung von Orthodoxie und Emanzipation ist E. A. Duponts Historienfilm ein – heute wieder aktuelles –  Lehrstück über Toleranz und kulturelle Offenheit. Die digitale Restaurierung ist auf DCP mit zwei alternativen Musikeinspielungen versehen: einer von Philippe Schoeller komponierten Kammermusik und einer Klavierbegleitung von Donald Sosin.

Weitere Filme von Ewald André Dupont sind – auf 35mm – im Verleih der Deutschen Kinemathek verfügbar und können zu einer Werkschau kombiniert werden.

 


 

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