Aktuell im Verleih

DEFA – Filmschätze neu entdeckt: BETROGEN BIS ZUM JÜNGSTEN TAG

In unserer monatlichen Verleihempfehlung DEFA-Filmschätze neu entdeckt präsentieren wir Ihnen im März den Spielfilm BETROGEN BIS ZUM JÜNGSTEN TAG von Kurt Jung-Alsen, dessen Uraufführung im März 1957, vor genau sechzig Jahren, stattfand. Ursprünglich als erster Wettbewerbsbeitrag der DDR für die Filmfestspiele in Cannes vorgesehen, wurde der Film aufgrund des „Alleinvertretungsanspruchs“, den die politische Führung der Bundesrepublik geltend machte, hierfür nicht zugelassen.

Inszeniert nach der Novelle Kameraden von Franz Fühmann, stellt BETROGEN BIS ZUM JÜNGSTEN TAG, die dritte Spielfilmregie des Schauspielers und Theaterleiters Jung-Alsen, einen der brillantesten DEFA-Filme zu den Themen Faschismus und Zweiter Weltkrieg dar. Die knappe und schlüssige Dramaturgie von Kurt Bortfeldt und das Spiel der Hauptdarsteller Rudolf Ulrich als Wagner, Hans-Joachim Martens als Paulun und vor allem Wolfgang Kieling als selbsterklärter „Übermensch“ Lick (in seiner vorerst letzten Rolle für die DEFA in den 1950er-Jahren) verleihen dem Film eine außergewöhnliche Intensität.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Werkschau
Thomas Mauch, Kameramann und Filmemacher. Filme von 1963–2014

Thomas Mauchs Kameraarbeit hat den Neuen Deutschen Film stark geprägt und zu dessen Erfolg wesentlich beigetragen. In den letzten fünfzig Jahren arbeitete er mit Regisseuren wie Werner Herzog, Werner Schroeter, Alexander Kluge und Edgar Reitz zusammen. Nicht zuletzt führte er auch die Kamera für Filmemacherinnen einer Generation, die in den 1970er- und 1980er-Jahren eine neuartige und ganz eigene Perspektive auf das Leben filmisch umsetzten, darunter Helma Sanders-Brahms und Ula Stöckl. Viele Filme, die Mauch als Kameramann gestaltete, gewannen internationale Preise; er selbst erhielt Bundesfilmpreise für seine Arbeit an AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (BRD 1972), NEAPOLITANISCHE GESCHWISTER (BRD/I 1978) und WALLERS LETZTER GANG (BRD 1988).

Aus Anlass von Thomas Mauchs 80. Geburtstag am 4. April 2017 zeigt die Deutsche Kinemathek vom 2. bis zum 8. Februar 2017 einen Ausschnitt aus seinem breiten Œuvre im Kino Arsenal. Die Werkschau kann im Anschluss von interessierten Kinos ausgeliehen werden. Weitere Filme, an denen Thomas Mauch als Kameramann beteiligt war, sind im Filmverleih der Deutschen Kinemathek verfügbar und können für ein individuelles Kinoprogramm ebenfalls gebucht werden.

Für Programmberatung, Informationen zu Filmformaten und Leihkonditionen kontaktieren Sie bitte filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Glaubenskrieg und Zeitenwende: 500 Jahre Reformation

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg – ein Ereignis, das tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich zog. Der DEFA-Filmverleih präsentiert aus diesem Anlass eine Filmreihe mit drei Kurzfilmprogrammen und drei Spielfilmen, die zwischen 1956 und 1988 von der DEFA produziert wurden.

Das Wirken Luthers und der Glaubenskrieg bilden in diesen Filmen thematisch nur einen Teilaspekt; als bedeutsamer erweisen sich die Analyse und Verortung gesamtgesellschaftlicher Umbrüche. So rücken viele der Filme das revolutionäre Element in den Vordergrund und beleuchten zum Beispiel die frühbürgerliche Revolution, die Bauernbefreiung sowie den Deutschen Bauernkrieg von 1525. In diesem Zusammenhang wurde Thomas Müntzer zur zentralen Figur der Zeitenwende zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ist die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in Epochen sozialer Umwälzung ein wiederkehrendes Sujet von Filmen der DEFA-Produktion rund um den Themenkreis Reformation.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

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