Aktuell im Verleih

DEFA – Filmschätze neu entdeckt: DIE BESTEN JAHRE

Am 1. Mai 2017 wäre der Schauspieler Horst Drinda neunzig Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass präsentieren wir in unserer Verleihempfehlung DEFA-Filmschätze neu entdeckt eine von Drindas wichtigsten Filmarbeiten: DIE BESTEN JAHRE, geschrieben und inszeniert von Günther Rücker.

Rückers Beschreibung von individuellen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen in der neu gegründeten DDR und der daraus erwachsenden Spannungen vermeidet plakative Affirmationen und propagandistische Wendungen. Der Film lebt vielmehr von Horst Drindas feinfühliger und facettenreicher Darstellung des Ernst Machner und seines inneren Zwiespalts. Daneben brillieren Lissy Tempelhof als Machners unerfüllte Liebe Hilde, Herwart Grosse als ironischer Parteifunktionär Schneller sowie Rolf Hoppe als Gymnasiallehrer Klein, der sich als Altnazi offenbart

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

 


Dokumentarfilme von Andres Veiel

Der 1959 geborene Regisseur Andres Veiel hat sich vor allem durch Dokumentarfilme einen Namen gemacht, die sich mit politischen und gesellschaftlichen „Traumata“ befassen: In BALAGAN (D/F 1993) geht es um das Verhältnis von Israelis und Palästinensern und deren Bezug zum Holocaust, in BLACK BOX BRD (D 2001) um die Auseinandersetzung mit der RAF in Deutschland, und in DER KICK (D 2006) um den Gewaltexzess rechtsgerichteter Jugendlicher in der perspektivlosen Einöde Brandenburgs. Andres Veiel wählt für seine Filme stets ungewöhnliche Erzählperspektiven; er setzt nicht auf Belehrung, sondern auf Empathie. Seine Arbeiten sind geprägt von seinem Wunsch, Hass, Barbarei und Mord zu verstehen und Worte zur Überwindung der Sprachlosigkeit zu finden. Das Theater und die deutsche Geschichte sind thematische Konstanten, die bereits in Veiels erstem Langfilm WINTERNACHTSTRAUM (D 1991) angelegt sind. Im Zentrum von DIE ÜBERLEBENDEN (D 1996) und DIE SPIELWÜTIGEN (D 2004) stehen auf den ersten Blick die Motive, aus denen heraus die Protagonisten handeln. Beide Filme sind aber auch Zeugnisse der Wünsche und Ängste junger Menschen in Deutschland und reflektieren die Stimmung im Land.

Anlässlich des Kinostarts von Andres Veiels neuem Film BEUYS (D 2017) bietet der Verleih der Deutschen Kinemathek ein Paket mit diesen sechs Dokumentarfilmen an, die ab Mai auch als DCP verfügbar sind.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Werkschau
Thomas Mauch, Kameramann und Filmemacher. Filme von 1963–2014

Thomas Mauchs Kameraarbeit hat den Neuen Deutschen Film stark geprägt und zu dessen Erfolg wesentlich beigetragen. In den letzten fünfzig Jahren arbeitete er mit Regisseuren wie Werner Herzog, Werner Schroeter, Alexander Kluge und Edgar Reitz zusammen. Nicht zuletzt führte er auch die Kamera für Filmemacherinnen einer Generation, die in den 1970er- und 1980er-Jahren eine neuartige und ganz eigene Perspektive auf das Leben filmisch umsetzten, darunter Helma Sanders-Brahms und Ula Stöckl. Viele Filme, die Mauch als Kameramann gestaltete, gewannen internationale Preise; er selbst erhielt Bundesfilmpreise für seine Arbeit an AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (BRD 1972), NEAPOLITANISCHE GESCHWISTER (BRD/I 1978) und WALLERS LETZTER GANG (BRD 1988).

Aus Anlass von Thomas Mauchs 80. Geburtstag am 4. April 2017 zeigt die Deutsche Kinemathek vom 2. bis zum 8. Februar 2017 einen Ausschnitt aus seinem breiten Œuvre im Kino Arsenal. Die Werkschau kann im Anschluss von interessierten Kinos ausgeliehen werden. Weitere Filme, an denen Thomas Mauch als Kameramann beteiligt war, sind im Filmverleih der Deutschen Kinemathek verfügbar und können für ein individuelles Kinoprogramm ebenfalls gebucht werden.

Für Programmberatung, Informationen zu Filmformaten und Leihkonditionen kontaktieren Sie bitte filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Glaubenskrieg und Zeitenwende: 500 Jahre Reformation

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg – ein Ereignis, das tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich zog. Der DEFA-Filmverleih präsentiert aus diesem Anlass eine Filmreihe mit drei Kurzfilmprogrammen und drei Spielfilmen, die zwischen 1956 und 1988 von der DEFA produziert wurden.

Das Wirken Luthers und der Glaubenskrieg bilden in diesen Filmen thematisch nur einen Teilaspekt; als bedeutsamer erweisen sich die Analyse und Verortung gesamtgesellschaftlicher Umbrüche. So rücken viele der Filme das revolutionäre Element in den Vordergrund und beleuchten zum Beispiel die frühbürgerliche Revolution, die Bauernbefreiung sowie den Deutschen Bauernkrieg von 1525. In diesem Zusammenhang wurde Thomas Müntzer zur zentralen Figur der Zeitenwende zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ist die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in Epochen sozialer Umwälzung ein wiederkehrendes Sujet von Filmen der DEFA-Produktion rund um den Themenkreis Reformation.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (pdf).

Kontakt: Mirko Wiermann, defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-634

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