Begleitmaterialien

Die Begleitmaterialien zur Ständigen Ausstellung bieten vertiefende Informationen zu ausgewählten, in den Ausstellungen präsentierten Filmen. Jedes Heft lädt Museumsbesucher und Filminteressierte mit einer Auswahl an thematischen Schwerpunkten, Hintergrundtexten und filmbezogenen Quellen dazu ein, sich mit den Inhalten, der Ästhetik und der Produktionsgeschichte eines Films zu beschäftigen.

Speziell für Schüler und Lehrer bieten die Begleitmaterialien altersspezifische, unter Berücksichtigung der Lehrpläne gestaltete Aufgaben als Hilfestellung zur Arbeit in unseren Ausstellungen oder im Rahmen einer Filmsichtung.
Die Begleitmaterialien stehen Museumsbesuchern als Druckversion kostenfrei zur Verfügung. Interessierte erhalten die Hefte an der Museumskasse. Lehrer und andere Multiplikatoren können Ansichtsexemplare auch unter bildung@deutsche-kinemathek.de anfordern.

Sie können die Begleitmaterialien auch hier als pdf herunterladen:

 

 

IRGENDWO IN BERLIN

D 1946
Regie: Gerhard Lamprecht
 

Im zerstörten Nachkriegsberlin versuchen die Menschen, zurück ins Alltagsleben zu finden. Die Kinder nutzen Häuserruinen und Trümmerberge als Abenteuerspielplätze. Tagtäglich werden sie mit den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs und des NS-Regimes auf ihre Familien und Freunde konfrontiert. Daneben ist es vor allem die Suche von Kriegsversehrten und Kriegsheimkehrern, Flüchtlingen und Schiebern nach neuen Lebensperspektiven, die dieser Spielfilm darstellt.

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Altersempfehlung: Sek. I und Sek. II (FSK ab 6 Jahre)
Schwerpunkte: Nachkriegszeit, Kriegsfolgen, Jugend und Krieg, Kriegsheimkehrer, Trümmerfrauen, Trümmerfilm, Defa
Schulfächer: Deutsch, Geschichte, P/W

 


 

SCHTONK!

D 1992
Regie: Helmut Dietl
 

Der Antiquitätenhändler und vorgebliche „Professor Dr. Knobel“ bietet dem Boulevard-Reporter Hermann Willié ein gefälschtes Hitler-Tagebuch zum Kauf an. Der in Geldnöten steckende Reporter wittert eine Weltsensation, die ihn berühmt und reich machen soll, und überredet seinen Verlag, das Tagebuch anzukaufen. Die Verlagsleitung von „HH Press“ verzichtet auf eine gründliche Überprüfung und fällt prompt auf den Trickbetrüger Knobel herein. Der Film ist eine Satire über einen der größten Medienskandale der Nachkriegszeit: die sogenannte „Stern-Affäre“ um die gefälschten Hitler-Tagebücher im Jahr 1983.

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Altersempfehlung: Sek. I und Sek. II (FSK ab 6 Jahre)
Schwerpunkte: Vergangenheitsbewältigung, Medienkritik, Medienskandal, Satire, Stern-Affäre, Filmsprache, Filmmusik
Schulfächer: Deutsch, Ethik, Geschichte, Musik, P/W

 


 

DIE INNERE SICHERHEIT

D 2000
Regie: Christian Petzold
 

Die 15-jährige Jeanne sehnt sich nach einem „normalen“ Teenager-Alltag. Doch sie lebt mit ihren Eltern im Untergrund, weil diese vor Jahren Mitglieder einer terroristischen Vereinigung gewesen sind. Als Jeanne sich verliebt und zunehmend Kontakt zur Außenwelt sucht, wird sie zur Bedrohung für die „Familienzelle“. Der Film, der Bezüge zum deutschen Linksterrorismus lediglich andeutet, beschäftigt sich besonders mit dem Alltag der Familie und dem entstehenden Generationenkonflikt. Die Themen 68er-Bewegung und RAF werden dabei aus der Perspektive der aktuellen Gegenwart behandelt.

 >> Begleitmaterialien zu DIE INNERE SICHERHEIT
 

Altersempfehlung: Sek. I und Sek. II (FSK ab 12 Jahre)
Schwerpunkte: Generationskonflikt, Terrorismus, Feinde der Demokratie?, Rote Armee Fraktion (RAF), 68er-Generation, Filmästhetik, Berliner Schule
Schulfächer: Geschichte, Kunst, P/W

 


 

ANGST ESSEN SEELE AUF

BR Deutschland 1974
Regie: Rainer Werner Fassbinder
 

Die 60-jährige Putzfrau Emmi und der marokkanische „Gastarbeiter“ Ali lernen sich in einer „Ausländerkneipe“ kennen. Sie verlieben sich und heiraten bald, was bei Emmis Nachbarn, Kolleginnen und ihrer Familie auf offene Ablehnung stößt. Auch Alis Freunde reagieren mit Unverständnis. Zunehmend sieht sich das Paar Anfeindungen ausgesetzt, denn ihr Umfeld lehnt die Beziehung aufgrund des Altersunterschieds und der unterschiedlichen Herkunft ab. Der gesellschaftliche Druck bringt die Ehe in eine Krise, doch am Ende gelingt Emmi und Ali die Versöhnung; sie wagen einen Neuanfang.
Der gesellschaftskritische Film setzt sich in einer Mischung aus Lehrstück und Melodram mit konservativen Ansichten des Kleinbürgertums in der Bundesrepublik der 1970er Jahre und dem Thema Rassismus auseinander. Die ausgefeilten Bildkompositionen eignen sich besonders zur Analyse der formal-ästhetischen Mittel.

>> Begleitmaterialien zu ANGST ESSEN SEELE AUF
 

Altersempfehlung: Sek. I und Sek. II (FSK ab 12 Jahre)
Schwerpunkte: Autorenfilm, Filmsprache, "Gastarbeiter", Migrationsgeschichte, Produktionsgeschichte, Rassismus
Schulfächer: Ethik, Geschichte, Kunst, P/W

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