Exil (1933–1945)

Das lateinische Wort „exsilium” bedeutet Verbannung und Fremde, aber auch Ausweg und Rettung. Die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland bedeutete Hoffnung auf Überleben – für die Deutschen jüdischer Herkunft, die politisch links Stehenden, Angehörige des humanistisch denkenden Bürgertums und Künstler der Moderne. Je mehr Länder die deutsche Wehrmacht in Europa besetzte, desto weiter entfernt waren die Ziele der Flucht. Sie lagen in Übersee, besonders in den USA.
Für viele Filmkünstler wurde Hollywood zu einem Ort der Rettung und die Agentur Paul Kohner zum wichtigsten Zentrum der Hilfe. Diese Rettung bedeutete aber auch Verlust: der Heimat, der Kultur, der Sprache, der Identität. In diesem Verlust aber lag schon der Gedanke an die Rückkehr in ein von der Diktatur befreites Deutschland.

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