Pressereaktionen

ZEIT online, dpa, 23. November 2017
100 Jahre Ufa: Vom Blauen Engel" bis „Ku'damm 59“
Von Elke Vogel

(…) Ausgestellt sind insgesamt 160 Exponate wie Kostüme, Drehbücher, Setfotos, Plakate, Requisiten und Dokumente zur Entwicklung der Firma. Daneben gibt es viele Filmausschnitte und in der Mediathek auch ganze Filme zu sehen. (…) Marlene Dietrich wurde einst mit dem Ufa-Film DER BLAUE ENGEL zum Weltstar. (…) Der Morgenmantel im Kimono-Stil, den „die Dietrich“ im Film trug, wird in der Ufa-Schau ebenso ausgestellt wie Zarah Leanders prächtige schwarz-goldene Robe aus dem Maria-Stuart-Film DAS HERZ DER KÖNIGIN (1940). (…) Einen Schritt in die Virtual-Reality-Zukunft können die Besucher im UFA LAB machen. Dort hat der „begehbare“ Film EIN GANZES LEBEN Premiere. Mit einer Spezialbrille auf der Nase kann man sich in einer virtuellen, dreidimensionalen Umgebung bewegen, um die Schauspieler herumgehen und damit selbst Teil der Filmszene werden, so das UFA LAB.

 

Berliner Morgenpost, 24. November 2017
Zwischen Propaganda und Popkultur
Von Thomas Abeltshauser

(…) In U-Form sind die Exponate chronologisch angeordnet, sodass der Besucher die Wahl hat, die Geschichte der Ufa vom Beginn im Jahr 1917 zu erkunden oder mit dem Heute anzufangen und sich in die Vergangenheit vorzuarbeiten. In dem schlauchartigen Ausstellungsraum im vierten Stock des Museums ergeben sich dadurch aber auch interessante Querverbindungen, da gewinnt dann auf einem Bildschirm Alexander Klaws die erste Staffel von DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR 2003, und gegenüber laufen auf einer Leinwand Ausschnitte aus Veit Harlans Nazi-Durchhaltefilm KOLBERG von 1945. Die Geschichte der Ufa, das zeigt die Ausstellung sehr schön, war oft beides, Popkultur und Propaganda. (…) 

 

Berliner Zeitung, 24. November 2017
Deutsche Filmgeschichte im Guten wie im Schlechten
Von Claus Löser

(…) Die Geschichte der Ufa erweist sich als ungemein komplex und an vielen Stellen immer noch erstaunlich unscharf. Anlässlich des 100. Geburtstages gibt es eine Vielzahl erhellender Veranstaltungen, Retrospektiven und Veröffentlichungen. Das Filmmuseum am Potsdamer Platz steuert die Ausstellung „Die Ufa – Geschichte einer Marke“ bei, die am Freitag eröffnet wird. Hier wird eine Rochade vom Gründungsjahr 1917 bis heute unternommen. Zu sehen sind wunderschöne Plakate, Kostüme und Dokumente aus dem Fundus der Deutschen Kinemathek. (…)

 

Der Tagesspiegel, 24. November 2017
Im Zeichen der Raute
Von Andreas Busche

(…) Folgt man dem U-förmigen Parcours, stößt man auf den Übergang vom Kino- zur Fernsehgeschichte. (…) Die Zukunft des Kinos kann man im dritten Stock des Museums bestaunen, wo das UFA LAB in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut den „volumetrischen Film“ präsentiert. Für drei Minuten darf man sich mit Hilfe einer VR-Brille mit Herbert Knaup und Franziska Brandmeier in die virtuelle Welt eines Filmsets der Zwanzigerjahre begeben. (…)

 

BZ, 24. November 2017
Lolas Morgenmantel und Zarahs Geldköfferchen
Von Dirk Krampitz

(...) Große gelbe und blaue Blumen, die an japanische Muster erinnern, zieren den auffälligen Morgenmantel. Er hing in DER BLAUE ENGEL in der Garderobe der Sängerin Lola (Marlene Dietrich). Erkennen wird man ihn nicht. Denn der Film war ja in Schwarz-Weiß. Nun ist er in der Ausstellung „Die Ufa – Geschichte einer Marke“ zu sehen. (…) Und so gibt es neben Originalobjekten unter den 160 Exponaten auch viele historische Fotos, Plakate und Entwürfe und einen Blick in eine mögliche Zukunft: Die Ausstellung präsentiert einen „volumetrischen Film“, der so begehbar ist wie ein Computerspiel. (...)

 

junge Welt, 1. Dezember 2017
War da nicht noch was?
Von F.-B. Habel

(…) An einer Wand Objekte der alten Ufa zu sehen, beginnend mit der Stummfilmzeit: Originalplakate, Fotos, Preistrophäen, Briefe und Tagebücher in Vitrinen, originale Kostüme der in ihren politischen Ansichten grundverschiedenen Diven Marlene Dietrich und Zarah Leander. An der gegenüberliegenden Wand wird die Ufa der vergangenen sechs Jahrzehnte mit der Betonung auf Fernsehfilme und -shows präsentiert. So mancher wird bei Hinweisen auf TV-Serien wie DANNI LOWINSKI oder VERBOTENE LIEBE erstaunt sein, dass auch dies UFA-Produktionen sind. Erst recht gilt das wohl für TV-Shows wie DAS SUPERTALENT oder DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR. (…) Die perfiden großen Propagandaschinken der Nazis von JUD SÜSS bis KOLBERG waren Ufa-Produktionen. Sie werden in der Ausstellung nicht unterschlagen, sind Teil der großen Buntheit, mit der die Ufa zwischen Tonfilmoperette und Melodram aufwartet. (…)

 

epd Film, 28. Dezember 2017
Event Movies
Von Frank Arnold

In der informativen Berliner Jubiläumsausstellung geht es weniger um die künstlerische Leistung der Ufa-Konzerne als um die Markenstrategie: vom Stummfilm bis zur Fernsehmoderne. (…) Wie geht das zusammen: die – durchaus publikumsorientierte – Filmkunst der Vergangenheit und die Trivialität des Privatfernsehens der Gegenwart? In der Schau „Die Ufa – Geschichte einer Marke“, die zum hundertjährigen Bestehen der Ufa im Berliner Filmhaus eröffnet wurde, geht das bestens zusammen (…). Zu den interessantesten Ausstellungsstücken zählen das höchst dynamische Plakat von Peter Pewas für GLEISDREIECK, Storyboards von Karl Ritter für STUKAS, eine Kinderzeichnung des Sohnes von Hans Traub, die die Arbeit des Vaters am voluminösen Jubiläumsbuch der Ufa dokumentiert (…) und ein Morgenmantel von Marlene Dietrich aus dem BLAUEN ENGEL.

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