Die Ufa – Geschichte einer Marke

1970–1989

Die TV-Bildschirme waren noch immer klein, die mit ihnen in die Wohnzimmer gebrachten Sendungen aber inzwischen bei einem großen Publikum ausgesprochen beliebt. Die Ufa-Fernsehproduktion bot den Sendern alle gängigen Unterhaltungsgenres und -formen an, von der Musikshow bis zur Romanverfilmung, vom Zeitstück bis zur Familienserie. 

Während die eigens zu diesem Zweck gegründete Ufa-Filmproduktion mit dem Westberliner Kabarettisten Dieter Hallervorden Slapstickkomödien für das Kino entwickelte, kam zu der ebenfalls in Berlin ansässigen Ufa-Fernsehproduktion ein knappes Dutzend ostdeutscher DEFA-Stars. Viele von ihnen wollten oder mussten nach der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann die DDR verlassen. Regisseure wie Frank Beyer, Autoren wie Jurek Becker, Günter Kunert oder Klaus Poche, DEFA-Stars wie Manfred Krug, Hilmar Thate oder Angelica Domröse realisierten nun zeitkritische Stoffe für das westdeutsche Fernsehen und verhalfen damit der Ufa- Fernsehproduktion zu neuem Ansehen bei den Sendern.

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