Die Ufa – Geschichte einer Marke

1930–1949

Zu Beginn der 1930er-Jahre agierte die Ufa trotz Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit durchaus erfolgreich. Tonfilmoperetten wie DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930, Regie: Wilhelm Thiele) boten dem Publikum kleine Fluchten aus dem Alltag, daneben wurden aber auch konservative Preußenfilme und andere nationale Filme produziert – ganz im Sinne Alfred Hugenbergs. 

Auf die nationalsozialistische Diktatur reagierte der Konzern schnell und angepasst: Jüdische Mitarbeiter wurden entlassen, und die Premiere von HITLERJUNGE QUEX (1933, Regie: Hans Steinhoff) fand in Anwesenheit Adolf Hitlers statt. Die Ufa produzierte und vertrieb weiterhin Unterhaltungs- und Propagandafilme, 1937 wurde der Konzern verstaatlicht. Während des Zweiten Weltkriegs dehnte sich sein Imperium auf die von Deutschland besetzten Gebiete aus. 1942 fasste Propagandaminister Joseph Goebbels die gesamte deutsche Filmindustrie unter dem Namen Ufa Film GmbH (Ufi) zusammen. Als letzte Großproduktion der Ufa entstand 1944 der Durchhaltefilm KOLBERG von Veit Harlan.

Ein Jahr nach Kriegsende wurde in der sowjetisch besetzten Zone die Deutsche Film AG (DEFA) gegründet, die fortan auch das Babelsberger Studiogelände betrieb. Die westlichen Alliierten versuchten, ein Wiederaufleben der Ufa per Gesetz zu verhindern.

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