Science · Fiction · Fernsehen

„Things to Come“ in der Mediathek der Deutschen Kinemathek

30. Juni 2016 bis 14. Mai 2017

 

Wer kann von sich schon sagen: Ich war mal auf dem Mond? Und doch haben viele Fernsehzuschauer das Gefühl, bei der Landung auf dem Mond 1969 dabei gewesen zu sein. Die weltweite Liveübertragung war ein epochales Ereignis – auch für das Fernsehen. 

Im Rahmen der Ausstellung „Things to Come. Science · Fiction · Film“ zeigte die Mediathek, wie intensiv, spielerisch und wissbegierig sich das deutsche Fernsehen seit Jahrzehnten mit dem Thema Science-Fiction auseinandersetzt. In enger Anlehnung an die Schwerpunkte der Ausstellung – „Der Weltraum“, „Die Gesellschaft der Zukunft“ und „Das Fremde“ – konnten die kleinen und großen Schritte der Fernsehgeschichte anhand ausgewählter Sendungen nachvollzogen werden.

 

Unendliche Weiten

Station 1: Weltraumabenteuer

Die RAUMPATROUILLE (BRD 1966) ist das deutsche STAR TREK (USA ab 1966), OPERATION GANYMED (BRD 1977) die dramatische Antwort auf die Technikeuphorie des Raumfahrtzeitalters. Seit den 1960er-Jahren ist der Weltraum in deutschen Fernsehfilmen und -serien beliebter Schauplatz fantastischer Abenteuer.

 

Alltag im All

Station 2: Raumfahrt im Fernsehen

Das Space Race der Supermächte entschied das Fernsehen mit seinen Livebildern vom Mond. Bis heute gehören Astronauten, die zum Beweis ihres Aufenthalts im All Purzelbäume schlagen, zur Inszenierung des Weltraums. Bleibt die Frage der Verschwörungstheoretiker: Wurde die Mondlandung doch auf der Erde gedreht?

 

Was wäre, wenn …?

Station 3: Dramatische Zukunft

Im Unterhaltungsfernsehen wird die Zukunft nicht gerade in rosigen Farben gemalt: Aufwendig inszenierte Near-Future-Dramen warnen vor Pandemien, verödeten Landschaften oder einer Gesellschaft, in der Pflegebedürftige aus Kostengründen nach Afrika abgeschoben werden.

 

Die Roboter kommen

Station 4: Erforschte Zukunft

1974 sagten Wissenschaftsjournalisten für die Jahrtausendwende ein „drahtloses Haushaltsschaltpult“ zum Teleshopping voraus. Was ist eigentlich aus den Utopien und Prognosen von damals geworden? Und nehmen uns intelligente Maschinen künftig wirklich das Denken ab?

 

Besucher aus dem All

Station 5: Der Spuk von draußen

Mal landet ein Ufo in Ludwigshafen, mal eine Familie Außerirdischer zum Sprachkurs in Frankreich. Die Beschäftigung mit dem Fremden ist im deutschen Fernsehen oft eine eher launige Angelegenheit. Und wenn nicht, ist die mysteriöse Delegation ein Phantasma von Rainer Erler.

 

Messias im Weltraum

Station 6: Signale aus dem All

Jürgen Domian telefoniert in seiner Sendung mit einem Außerirdischen, und Alexander Kluge unterhält sich in einer anderen mit dem Literaten Peter Berling über Aliens. Dazwischen denken Fernsehfachleute immer wieder mit heiligem Ernst über die Existenz von Ufos und andere Glaubensfragen nach.

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