Zwischen Film und Kunst

Storyboards von Hitchcock bis Spielberg

11. August 2011 bis 27. November 2011

Das Storyboard ist ein filmisches Arbeitsmittel, das zwischen künstlerischem Entwurf und technischer Zeichnung angesiedelt ist. Ähnlich wie in einem Comicstrip stellt das Storyboard die Abläufe vor der Kamera wie auch Kamerabewegungen in Form von gezeichneten Einzelbildern dar. Auf diese Weise ermöglicht es die Überprüfung und dramaturgische Überarbeitung des Erzählverlaufs einer Filmhandlung.

 

Ein Storyboard vermittelt Einblicke in die künstlerische Konzeption eines Films, zugleich entfaltet es einen eigenständigen ästhetischen Reiz. Das Spektrum der Techniken, mit denen die ausgestellten Storyboards realisiert wurden, reicht von zarten, monochromen Arbeiten in Grafit und Tusche bis hin zu farbgewaltigen Ausführungen in Bunt- oder Filzstift, Kreide und Aquarell. Als Kunstform steht das Storyboard der klassischen Handzeichnung mit ihrer jahrhundertealten Tradition nahe, allerdings ist es im musealen Kontext bisher nahezu unentdeckt geblieben.

 

Der Begriff „Storyboard“ ist vermutlich eine Wortschöpfung aus den Walt Disney Studios, in denen die Einzelzeichnungen tatsächlich an ein „Board“ – eine Korktafel – gepinnt wurden. In Hollywood wurden Storyboards verstärkt ab dem Ende der 1930er Jahre eingesetzt, als die Filmproduktionen aufwendiger und kostspieliger wurden. Die Namen der Illustratoren sind heute oftmals unbekannt.

 

In der Ausstellung werden den Storyboard-Zeichnungen jeweils die Filmsequenzen gegenübergestellt, auf die sie sich beziehen, sowie auch Werke international bekannnter bildender Künstler, die in ihrer Ästhetik oder Konzeption jeweils mit ihnen in Verbindung stehen. In dieser Zusammenschau wird deutlich, wie sehr sich die Bildsprachen von Kunst und Film wechselseitig inspirieren und beeinflussen.

 

Nach oben