Dem Licht bei der Arbeit zusehen.

Helmut Herbst fotografiert Freunde und Kollegen 1964-1990

3. Dezember 2004 bis 16. Januar 2005

Das Filmmuseum Berlin eröffnete am 3. Dezember 2004 anlässlich des siebzigsten Geburtstags des Filmemachers Helmut Herbst eine Ausstellung seines fotografischen Werks. Herbst, dessen Spezialgebiet der Animationsfilm und der experimentelle Film sind, verbindet in Filmen und Texten die Erforschung der Technik, Geschichte und Ästhetik des Mediums Film.  

1968 war Helmut Herbst Mitbegünder der „Hamburger Filmmacher Cooperative", ein Jahr später wurde er Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), Anfang der achtziger Jahre unterrichtete er in Jamaica und von 1985 bis 2000 war Herbst Professor an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Dass Helmut Herbst jahrzehntelang Protagonisten des „Anderen Kinos" der Bundesrepublik Deutschland in Schwarz-Weiss-Fotografien porträtiert hat, war bisher weitgehend unbekannt.

Die Ausstellung präsentierte sechzig Fotos, die vor allem in Hamburg, Berlin und auf nationalen und internationalen Filmfestivals entstanden sind. Die Porträts zeigten unter anderem Robert van Ackeren, Hartmut Bitomsky, Marquard Bohm, Bazon Brock, Hellmuth Costard, Heinz Emigholz, Harun Farocki, Danièle Huillet, Alexander Kluge, Dieter Kosslick, Vlado Kristl, Werner Nekes, Dore O., Marcel Ophüls, Peter Rühmkorf, Jean-Marie Straub, Wolf Vostell und Klaus Wildenhahn.

Zur Ausstellung erschien die von Helmut Herbst herausgegebene Publikation Dem Licht bei der Arbeit zusehen.

Parallel zur Ausstellung zeigte das Kino Arsenal eine Werkschau des Filmemachers, darunter alle drei Teile seiner Trilogie zur Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts und zahlreiche Kurzfilme. Helmut Herbst war am 11., 12., 14. und 15. Dezember 2004 im Arsenal zu Gast.

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