Kurzbiografie Werner Herzog

Werner Herzog wurde am 5. September 1942 in München geboren. Zusammen mit seinen beiden Brüdern und seiner Mutter lebte er nahe der österreichischen Grenze in dem bayerischen Dorf Sachrang. In den 1950er-Jahren zog die Familie nach München. Dort kam es zu einer ersten kurzen Begegnung Herzogs mit dem Schauspieler Klaus Kinski, der später mehrfach Hauptrollen in bedeutenden Filmen des Regisseurs spielen sollte. Nach dem Abitur und einem kurzzeitigen Studium der Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft realisierte Werner Herzog als Autodidakt erste Kurzfilme. 1963 gründete er eine Filmproduktionsfirma. Für seinen ersten Spielfilm LEBENSZEICHEN (BRD 1968) erhielt Herzog 1968 den Deutschen Filmpreis sowie den Silbernen Bären (Sonderpreis) der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Filme wie AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (BRD 1972) begründeten Herzogs Ruf als Autorenfilmer und waren auch international erfolgreich. AGUIRRE war zudem der erste von fünf Filmen, die Werner Herzog mit Klaus Kinski drehte; Schlagzeilen machte aber vor allem das ehrgeizige Projekt FITZCARRALDO (1982), unter anderem wegen der schwierigen Drehbedingungen in Südamerika. Herzog drehte auch zahlreiche Dokumentarfilme; seit 1986 ist er zudem als Opernregisseur tätig.

2008 wurde sein Dokumentarfilm ENCOUNTERS AT THE END OF THE WORLD (USA 2007) für den Academy Award nominiert. Seine beiden Filme THE BAD LIEUTENANT: PORT OF CALL – NEW ORLEANS (USA 2008) und MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE (USA/D 2009) waren 2009 auf dem Filmfestival in Venedig zu sehen. 2010 war Herzog Jury-Präsident der Internationalen Filmfestspiele Berlin. In der Sonderreihe Berlinale Special stellte er 2012 seinen vierteiligen Dokumentarfilm DEATH ROW (USA 2012) vor. Werner Herzog lebt in Los Angeles und München.

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