Aktuell im Verleih

Filme von Peter Schamoni neu im Verleih

Nachdem 2012 im Rahmen von „50 Jahre Oberhausener Manifest“ (siehe unten auf dieser Seite) bereits einige Kurzfilme von Peter Schamoni neu herausgebracht worden sind, hat die Deutsche Kinemathek nun einige weitere Filme des Regisseurs und Produzenten in den Verleih übernommen. Darunter sind die Künstler-Filme HUNDERTWASSERS REGENTAG (BRD 1971), CASPAR DAVID FRIEDRICH – GRENZEN DER ZEIT (BRD 1986), MAX ERNST: MEIN VAGABUNDIEREN, MEINE UNRUHE (D 1991) und NIKI DE SAINT PHALLE: WER IST DAS MONSTER – DU ODER ICH? (D/CH 1995); letztere werden am 7., 15. und 21. Mai 2013 im Filmmuseum Frankfurt präsentiert. Neben zahlreichen weiteren Spielfilmen von Schamoni ist auch sein Erstlingswerk SCHONZEIT FÜR FÜCHSE (BRD 1966), für das er einen Silbernen Berlinale-Bären gewann, im Verleih der Deutschen Kinemathek verfügbar. Peter Schamoni griff mit seinen Filmen ganz unterschiedliche ästhetische Strömungen auf und entwickelte diese jenseits von starren Genrevorstellungen weiter. Entstanden ist so ein vielfältiges Œuvre, dessen Spanne von DEINE ZÄRTLICHKEITEN (BRD 1969), SCHMETTERLINGE WEINEN NICHT (BRD 1970) und POTATO FRITZ (BRD 1976) bis hin zu FRÜHLINGSSINFONIE (BRD 1983) reicht. Zu den prominenten Schauspielerinnen und Schauspielern, mit denen der Regisseur arbeitete, zählen unter anderem Nastassja Kinski, Uschi Glas, Herbert Grönemeyer und Hardy Krüger. Nicht zuletzt wurde Schamoni als Produzent von May Spils Komödie ZUR SACHE, SCHÄTZCHEN (BRD 1968) berühmt – bis heute eines der populärsten Beispiele des Jungen Deutschen Films.
Sämtliche im Verleih der Deutschen Kinemathek verfügbaren von Peter Schamoni inszenierten bzw. produzierten Filme sind in Kürze in unserer Verleihfilm-Datenbank abrufbar.

 

Ins Licht gerückt

Eine Wiederentdeckung ist Enzo Muzis COME L’AMORE (Italien 1968) wert, der vor  45 Jahren auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde:
Der Fotograf Alfred (Alfred Lynch) und die Schauspielerin Anna Maria (Anna Maria Guarnieri) wollen auf einer Reise nach Positano das frühere Glück ihrer Liebe wiederfinden. Doch Alfred flüchtet sich in die Arbeit und Anna Maria auf die Yacht eines Bekannten – die Beziehung der beiden scheitert endgültig. Sonnendurchflutete Schwarz-Weiß-Bilder, kühl kadriert, spiegeln die Gratwanderung zwischen der Leichtigkeit erinnerter Liebe und deren Desillusionierung. Isolation und Introspektion nach dem „summer of 68“.
Eine 35-mm-Kopie, italienisch mit deutschen Untertiteln, kann für 80 Euro pro Vorführung regulär über den Verleih gebucht werden.
 


Tonbilder

Tonbilder – kurze Operetten- oder Varieténummern mit synchron abgespielten Schallplatten –  waren seit fast hundert Jahre nicht mehr in deutschen Kinosälen zu sehen. Die Filmkopien und die dazu gehörenden Schallplatten wurden nach 1914 nicht mehr zusammen aufbewahrt, und die Vorführapparate waren schließlich nicht mehr verfügbar. 

Nun sind vier Tonbilder restauriert worden und stehen erstmals als kombinierte Ton-und-Bild-Kopien für Kinovorführungen zur Verfügung. Diese Restaurierung war möglich, nachdem mit Hilfe einer aufwändigen Recherche durch Christian Zwarg einige der Platten wiedergefunden wurden, zu denen die Deutsche Kinemathek die passenden Filmkopien aufbewahrt. In Zusammenarbeit mit der Firma ARRI Film & TV Services in München und der HTW Berlin wurden die Filme in 2K-Auflösung gescannt und digital restauriert. Die von Christian Zwarg ebenfalls digitalisierten und restaurierten Tonaufnahmen wurden mit dem Bild synchronisiert; hiervon wurden anschließend 35mm-Vorführkopien hergestellt.

Die deutsche Erstaufführung der restaurierten Tonbilder fand am 27. Oktober 2012 im Rahmen des Programms zum Tag des audiovisuellen Erbes im Kino Arsenal statt. Die Filme stehen für die Kinoausleihe zur Verfügung. 

 

Provokation der Wirklichkeit – 50 Jahre Oberhausener Manifest

Anlässlich des 50. Jahrestages des Oberhausener Manifests wurden über 30 Filme von 26 Manifest-Unterzeichnern gemeinsam von Bundesarchiv-Filmarchiv und der Deutschen Kinemathek restauriert und gesichert.

>> Oberhausener Manifest 1962-2012

Nach der Werkschau „Provokation der Wirklichkeit: Mavericks, MouveMents, Manifestos" bei den Oberhausener Kurzfilmtagen 2012 stehen diese über dreißig neuen 35mm-Kopien für den Verleih an Kinos zur Verfügung.

Fragen zum gesamten Programm oder einzelnen Filmen beantworten wir gerne.

Unter dem Stichwort „Oberhausener Manifest“ können in unserer >> Verleihfilm-Datenbank zu allen Filmen Informationen und demnächst auch Bildmaterialien abgerufen werden.

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